Das Wichtigste in Kürze
- Nachhall entsteht, wenn harte Flächen den Schall immer wieder reflektieren.
- Die Nachhallzeit beschreibt, wie lange ein Geräusch im Raum nachklingt.
- DIN 18041 nennt Anforderungen und Empfehlungen zur Hörsamkeit in Räumen.
- Akustikdecken, Deckensegel und Wandabsorber senken den Nachhall wirksam.

Warum es im Büro hallt
Moderne Büros haben oft viele harte Flächen: Glastrennwände, Betondecken, glatte Böden und große Fenster. Diese Flächen werfen den Schall zurück, statt ihn zu schlucken. Stimmen, Telefonate und Tastaturgeräusche überlagern sich, alle sprechen lauter – und der Lärmpegel steigt.
Was die Nachhallzeit bedeutet
Die Nachhallzeit gibt an, wie lange es dauert, bis ein Schallereignis nach dem Abschalten der Quelle deutlich abgeklungen ist. Je kürzer sie ist, desto klarer wird Sprache verstanden. DIN 18041 beschreibt, welche Werte für verschiedene Raumarten anzustreben sind – zum Beispiel für Besprechungsräume, Büros oder Unterrichtsräume.
Was im Trockenbau hilft
- Akustikdecken: gelochte oder geschlitzte Gipsplatten mit Akustikvlies und Dämmauflage – die wirksamste Fläche ist oft die Decke.
- Deckensegel: frei abgehängte Elemente, wenn die bestehende Decke bleiben soll.
- Wandabsorber: zusätzliche Absorptionsflächen an Wänden, etwa hinter Arbeitsplätzen.
- Raumaufteilung: Besprechungs- und Telefonräume mit Schallschutzwänden trennen laute von leisen Zonen.
So planen Sie die Akustik
Zuerst wird die Nutzung festgelegt: Ein Großraumbüro braucht eine andere Akustik als ein Besprechungsraum. Daraus ergibt sich die benötigte Absorptionsfläche. Danach werden System, Lochbild und Position gewählt – abgestimmt auf Beleuchtung, Lüftung und Brandschutz.
Quellen und weiterführende Informationen
- DIN 18041: Hörsamkeit in Räumen – Anforderungen, Empfehlungen und Hinweise für die Planung
- Bundesverband der Gipsindustrie e. V.: Merkblätter Gipsplatten und Gipsfaserplatten
Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechts-, Planungs- oder Energieberatung im Einzelfall. Gesetze, Normen und Förderbedingungen können sich ändern; maßgeblich ist jeweils die aktuelle Fassung.



